GLOSSAR finanztechnischer Begriffe

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Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier und verbrieft einen Anteil an einem Unternehmen. Multipliziert man die Zahl der Aktien mit dem Kurswert, erhält man den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens.

Analysten

Die Orakel der Börse. Arbeiten meist bei Geschäfts- oder Investmentbanken und geben Prognosen über einzelne Aktienwerte, über Branchen und über die allgemeine Lage an der Börse ab. Ihre Empfehlungen lauten »kaufen«, »halten« oder »verkaufen«, meistens aber »kaufen«.

Anleihen

Schuldverschreibungen, also Wertpapiere, bei denen sich der Aussteller verpflichtet, bei Fälligkeit einen bestimmten Geldbetrag zu zahlen und zusätzlich Zinsen zu zahlen, bis es so weit ist. Staaten, Regionen, Gemeinden und bestimmte öffentliche Körperschaften können genauso wie Aktiengesellschaften Anleihen auflegen und ausgeben (emittieren). Die Rendite ist abhängig von Zinssatz, Ausgabekurs und dem Rückzahlungskurs. Anleihen werden am so genannten Rentenmarkt gehandelt. Für die Unternehmen, die sie ausgeben, ist dieses Geld zuerst günstiges Fremdkapital, bei Fälligkeit wird es Eigenkapital. Da Anleihen beiden Formen zugehören, nennt man sie auch Mezzanine, benannt nach dem Zwischenstock. Man könnte sie auch Speedball nennen.

Bankrott

(von ital. banca rotta, leere oder zerbrochene Bank) Schuldhaft herbeigeführte Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens, die zur Insolvenz führt. Die drittgrößte US-Investmentbank, Lehman Brothers, ging im September 2008 bankrott.

Benchmarking

Ein Lieblingswort von Unternehmensberatern, um Produktionsabläufe zu vergleichen. Natürlich geht es dabei darum, die wirtschaftlichsten Produktionsmethoden zu finden, also die, die am meisten Gewinn bringen. Konsequentes Benchmarking kann schon mal die Verlegung irgendeiner Aktivität in eine indische Sonderwirtschaftszone erforderlich machen.

Bonds

Englische Bezeichnung für fest verzinsliche Wertpapiere, wie Anleihen.

Börsengang

Auch »Initial Public Offering«, kurz IPO. Erstmaliges Angebot der Aktien eines Unternehmens auf dem organisierten Kapitalmarkt. Die Abwicklung des Börsengangs erfolgt meist durch einige Investmentbanken gemeinsam. Man spricht von einem Konsortium. Das Gegenteil eines Börsengangs ist das »Going Private« oder »Delisting«: der Ausstieg aus der Börse.

Cashflow

(engl. Geldfluss) Cash bezeichnet im Englischen Bargeld oder direkt verfügbare Geldmittel, und der Cashflow ist eine Kennzahl, mit der die Finanzkraft von Unternehmen oder Banken bewertet wird. Der Cashflow ist der Betrag, der einem Unternehmen in einer bestimmten Periode zur Verfügung steht, unter anderem für Investitionsausgaben, Tilgungszahlungen und Gewinnausschüttungen. Das Verhältnis von Cashflow zu Umsatzerlösen bezeichnet die Cashflowquote, eine Kennzahl, mit der man die Rentabilität eines Unternehmens misst.

Cross-Border-Leasing

Auch CBL genannt. Ein Leasing über Nationengrenzen, insbesondere die der USA hinweg. Die Renditen entstehen dabei nicht aufgrund konkreter Wertschöpfung, sondern durch die Verluste des US-Fiskus und werden von den dortigen Steuerzahlern finanziert. Die US-Finanzverwaltung lehnte CBL immer ab. Ursprünglich sollte damit der Absatz von Boeing-Flugzeugen angekurbelt werden, stattdessen profitierten europäische Leasingnehmer. Viele Kommunen (wie zum Beispiel die Wiener Linien) haben städtische Infrastruktur wie Gas- und Wasserleitungen oder Straßenbahnen auf diese Weise verkauft und zurückgeleast. 2004 verbot die US-Regierung CBL-Neuverträge, ein Jahr später, legte die US-Finanzverwaltung fest, dass die bisherigen Leasingtransaktionen grundsätzlich als missbräuchliche Steuerumgehung anzusehen sind.

Dachfonds

Investmentfonds, die mit dem Geld ihrer Kunden Anteile anderer Investmentfonds kaufen. Dachfonds können im Idealfall die Risiken des Anlegers breit streuen. Allerdings brach in den Siebzigerjahren der erste deutsche Dachfonds, der Investors Overseas Services (IOS) zusammen, Hintergrund war eine Art Schneeballsystem. Bis 1998 waren Dachfonds deswegen in Deutschland verboten.

Derivate

Von primären Finanzprodukten wie Aktien, Krediten oder Anleihen abgeleitete Produkte. Ihre Preisentwicklung ist abhängig von der Entwicklung ihres jeweiligen Basiswerts. Durch Derivate können Risiken abgesichert werden, zum Beispiel der Preis des Dollars für eine Lieferung im kommenden Jahr. Wer aber mit Derivaten spekuliert, geht besonders hohe Risiken ein.

Devisen

Die D-Mark des Klassenfeindes in der Hand des Zonenbürgers genauso wie die Dollarreserven der Bundesbank: alle ausländischen Zahlungsmittel.

Dividende

Gewinnanteil je Aktie. Über die Höhe der Dividende entscheiden auf Vorschlag des Vorstands bei einer Hauptversammlung die Aktionäre. Das Verhältnis von Dividende zu Börsenkurs bezeichnet man als Dividendenrendite.

Dow Jones Index

US-Aktienindex, benannt nach den amerikanischen Wirtschaftsjournalisten Charles Henry Dow und Edward D. Jones. Berechnet wird der Durchschnitt der Aktienkurse von ausgewählten, umsatzstarken Unternehmen an der New Yorker Börse. Er umfasst dreißig Industrie-, zwanzig Transport- und fünfzehn Versorgungsunternehmen. Die Mutter aller Indizes.

Emerging Markets

Euphemismus für Entwicklungsländer oder Dritte Welt. Sammelbegriff für die Wertpapiermärkte der Volkswirtschaften in Osteuropa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Häufig gibt es dort bei höheren Risiken höhere Renditemöglichkeiten als in den westeuropäischen und nordamerikanischen Kapitalmärkten.

Europäische Zentralbank (EZB)

Zentralbank der Euro-Länder. Die EZB bildet zusammen mit den nationalen Zentralbanken das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Sie hat seit dem 1. Juni 1998 ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist zuständig für die Geldpolitik. Die Notenbanker der EZB agieren unabhängig von den nationalen Regierungen. So kann nur die EZB Euronoten herausgeben. Ihre Aufgabe ist es vor allem, sich um die Preisstabilität in den Euroländern zu kümmern, wobei ihr wichtigstes Instrument der Zins ist.

Federal Reserve System (Fed)

Zentralbanksystem der Vereinigten Staaten. Besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banken und einer Vielzahl von Mitgliedsbanken und anderen Institutionen. Da die Mitgliedsbanken gleichzeitig die Eigentümer der Federal Reserve sind, das Direktorium aber vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt wird, ist das Federal Reserve System teils privat und teils staatlich strukturiert. Gegründet wurde die Fed am 23. Dezember 1913 vom US-Kongress. Ihr wichtigstes Gremium ist das Federal Open Market Committee, das die Geld- und Währungspolitik der Vereinigten Staaten betreibt. Sein Vorsitzender war von 1987 bis 2006 Alan Greenspan, am 1. Februar 2006 folgte ihm Ben Bernanke.

Fondsmanager

Angestellte der professionellen Vermögensverwalter, die das Vermögen der Anleger vermehren sollen, treffen Fondsmanager die konkrete Entscheidung, in welche Kapitalanlagen ein Fonds investiert. Von ihnen hängt damit auch die Wertentwicklung eines Fonds ab.

Hedgefonds

Auf Basis des Gelds der Anleger besorgt sich der Hedge-Fond Kredite in großem Umfang. Damit kauft er Devisen, festverzinsliche Anleihen, Aktien oder Rohstoffe und verfolgt dabei normalerweise eine riskante Anlagestrategie. Hedge-Fonds sitzen regelmäßig in Steueroasen und unterliegen keinen rechtlichen Restriktionen bei der Anlage der Gelder.

Inflation

Steigen die Preise schneller als die Warenmenge, spricht man von Geldentwertung oder Inflation. Man misst die Inflation durch die Preisentwicklung eines bestimmten Warenkorbs. Der prozentuale Anstieg eines Preisindex‘ heißt Inflationsrate. Je nach Geschwindigkeit einer Inflation spricht man von schleichender, trabender, galoppierender Inflation oder auch Hyperinflation. Unterschieden wird auch zwischen offener, versteckter oder zurück gestauter Inflation. Steigen Löhne »real«, heißt das: Sie steigen stärker, als sie durch die Inflation an Wert verlieren.

Insolvenz

Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens. In Deutschland wird in dem Fall ein Insolvenzverwalter eingesetzt, der versucht, mit den Gläubigern einen Weg für die Fortsetzung des Unternehmens zu finden. Scheitert eine Insolvenzregelung, kommt es zum Aus für das Unternehmen. Verursacht das Management eines Unternehmens bewusst seine Zahlungsunfähigkeit, dann spricht man von Bankrott.

Internationaler Währungsfond (IWF)

Sonderorganisation der Vereinten Nationen, im Dezember 1945 gegründet mit den Zielen, die Zusammenarbeit der Staaten bei der Währungspolitik unterstützen, eine erneute Weltwirtschaftskrise verhindern zu helfen und in Krisensituationen Kredite zu vergeben.

Investmentbanking

Bankgeschäfte, die nichts mit dem klassischen Geschäft mit Spareinlagen und Krediten zu tun haben. Zum Investmentbanking zählen insbesondere die Ausgabe von Aktien oder Anleihen, Beteiligungsfinanzierung bei Unternehmen oder Beratungsleistungen bei der Übernahme oder Umstrukturierung von Firmen.

Investor

Jemand, der Geld am Kapitalmarkt anlegt. Privatanleger oder auch Kleinanleger verfügen im Unterschied zu institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen oder Anlagegesellschaften häufig über kein großes Finanzwissen und müssen deswegen besonders vom Staat geschützt werden.

Nasdaq

(Abk. für »National Association of Securities Dealers Automated Quotations«) Die Computerbörse in New York. Sie umfasst die wichtigsten Aktien von Unternehmen aus Wachstumsbranchen, zum Beispiel Biotechnologie, Chiphersteller, Computer- und Telekommunikations- sowie Softwarefirmen.

New Economy

Phase lang anhaltenden Wachstums und Produktivitätssteigerungen in den Neunziger Jahren, ausgelöst durch Fortschritte bei der Informations- und Telekommunikationstechnik. Häufig wird New Economy mit dem Neuen Markt für Risikokapital gleichgesetzt. Während der New Economy sind die Aktienkurse stark gewachsen – eine Blase, die 2001 platzte.

Offshoremarket

Internationale Finanzgeschäfte von Banken und Unternehmen, die den Finanzmarkt des Landes, in dem sie getätigt werden, nicht berühren und deswegen von wesentlichen nationalen Beschränkungen freigestellt sind. Kennzeichnend für einen Offshoremarket sind außerdem eine weniger strenge Bankenaufsicht und günstigere steuerliche Regelungen. Häufig zahlen ausländische Firmen dort überhaupt keine Steuern. Diese Steueroasen spielen eine wichtige Rolle bei der Steuervermeidung von Unternehmen und der weltweiten Geldwäsche. Bekannte Offshorezentren sind die Cayman Islands oder die Kanalinseln wie Jersey.

Ökologie

(von griech. oikos, Haus, Haushalt und logos, Lehre, also »Lehre vom Haushalt«) Bezeichnet ursprünglich ein Teilgebiet der Biologie, das sich mit den Wechselbeziehungen der Organismen untereinander und mit ihrer abiotischen Umwelt beschäftigt. Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts hat sich der Bedeutungsumfang des Begriffs erweitert. Ökologische Erkenntnisse werden seitdem zunehmend auf gesellschaftliche Bereiche übertragen.

OPEC

(Abk. für Organization of the Petroleum Exporting Countries) Organisation Erdöl exportierender Länder, 1960 in Bagdad gegründet von den Staaten Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela, um das bis dahin geltende Preisdiktat der multinationalen Erdölgesellschaften zu durchbrechen. Hauptsitz der Organisation ist Wien. Mittlerweile sind weitere Staaten beigetreten: Algerien, Indonesien, Katar, Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Preispolitik der OPEC löste in den Siebziger- und Achtzigerjahren Wirtschaftskrisen in den Industrieländern aus und war ein wichtiger Grund für die Schuldenkrise der Entwicklungsländer. Die OPEC agiert als Kartell, da die Mitgliedsländer Förderquoten absprechen.

Operativer Gewinn

Gewinn eines Unternehmens aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Erlöse aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und Firmenanteilen oder Erträge aus Finanzanlagen gehören zum Beispiel nicht dazu.

Option

Börsenbezeichnung für die Anwartschaft auf den Erwerb eines Rechts durch eine eigene einseitige Willenserklärung. Durch den Kauf einer Option erwirbt der Käufer das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist vom Verkäufer Lieferung (Kaufoption) oder Abnahme (Verkaufsoption) einer bestimmten Anzahl von Wertpapieren zum am Abschlusstag vereinbarten Kurs zu verlangen.

Outsourcing

Auslagerung von Unternehmensbereichen in eine eigene Gesellschaft oder zu einem Dienstleister. Auf diese Weise soll flexibler oder billiger gearbeitet werden. In den ausgegründeten Gesellschaften gelten häufig andere oder gar keine Tarifverträge für die Beschäftigten.

Pensionsfonds

Von Unternehmen ausgelagerte Gesellschaften, in denen die Beschäftigten einen Teil ihres Gehalts für die Altersvorsorge ansparen. Vor allem in den angelsächsischen Ländern verbreitet. Problematisch ist es, wenn die Pensionsfonds vor allem in Aktien des eigenen Unternehmens investieren. Dann unterbleibt die notwendige Risikostreuung für die Altersvorsorge. Beschäftigte einiger Unternehmen haben auf diese Weise einen Großteil ihrer Altersrenten verloren. Prominente Beispiele waren die US-Unternehmen Enron und Worldcom, die betrügerisch in Konkurs gingen, zuletzt die Investmentbank Bear Stearns.

Performance

Englische Bezeichnung für die Wertentwicklung beziehungsweise den Anlageerfolg von Kapitalanlagen.

Portfolio

(von lat. portare, tragen, und folium, Blatt) Bezeichnet die Mischung von Wertpapieren in einem Depot oder einem Fonds.

Private Equity-Fonds

Gesellschaften, die privates Beteiligungskapital von privaten und institutionellen Anlegern für meist nicht börsennotierte Unternehmen bereitstellen. Es gibt die Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die vor allem in etablierte kleine und mittelgroße Unternehmen investieren. Wagnisfinanzierungsgesellschaften dagegen investieren in junge Unternehmen.

Privatisierung

(lat. privare, berauben) Umwandlung von öffentlichem Vermögen wie Staatsbetrieben (Post, Bahn, Versorger) in privaten Besitz.

Wechselkurs

Der Preis für Devisen. Der Wechsel- oder Devisenkurs wird entweder vom Staat festgelegt (fester Wechselkurs) oder bildet sich durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt (freier Wechselkurs).

Rendite

(von ital. rendere, sich rechnen, etwas abwerfen) Unter Rendite versteht man den jährlichen Ertrag einer Kapitalanlage im Verhältnis zum Anschaffungskurs und zum eingesetzten Eigenkapital; im engeren Sinne bezeichnet man damit auch die Verzinsung eines Wertpapiers.

Rezession

Abwärtsphase mit leicht »rückläufigem Wirtschaftswachstum« im Konjunkturverlauf einer Volkswirtschaft mit seinen Auf- und Abwärtsbewegungen.

Shareholder-Value

Im engeren Sinn der Wert eines Unternehmens für seine Aktionäre, die »Shareholder«, wörtlich Anteilseigner. Seit den Achtzigerjahren bezeichnet man damit außerdem die Ausrichtung des Managements am Shareholder-Value, also an einer größtmöglichen Vergrößerung des Aktionärsvermögens. Im Gegensatz dazu steht oft die Berücksichtigung der Interessen anderer mit dem Unternehmen verbundenen Gruppen, der »Stakeholder« – wie Gläubigern, Arbeitnehmern oder der Gesellschaft.
Spekulation | Alle Verhaltensweisen, die darauf abzielen, unter Inkaufnahme eines bestimmten Risikos einen Gewinn zu erzielen, zum Beispiel aus einer erwarteten Veränderung eines Waren- oder Rohstoffpreises, eines Wertpapierkurses oder einer Währung. Berufsmäßige Spekulation findet vor allem an den Börsen statt. Hier spekulieren sowohl Händler von Unternehmen (Banken, Hedge-Fonds, Beteiligungsgesellschaften) als auch Privatpersonen. Käufer rechnen in der Regel mit steigenden, Verkäufer mit fallenden Kursen. Bei Termingeschäften können auch fallende Kurse für Verkäufer von Vorteil sein.

Subventionen

Staatliche Unterstützungsleistungen, als Zahlung direkter Fördergelder oder durch steuerliche Vergünstigungen, beispielsweise in Sonderwirtschaftszonen. Subventionen gewährt der Staat auch Privatpersonen, beispielsweise in Form von Wohngeld – hier spricht man allerdings auch von Transferzahlungen oder Sozialhilfe. Mit Subventionen soll ein bestimmtes wirtschaftliches Verhalten gefördert werden, derzeit spielen sie bei der Etablierung von alternativen Energietechnologien wie Solarenergie oder Windkraft eine große Rolle. Subventionen werden auch gezahlt, um die Folgen wirtschaftlichen Strukturwandels für eine betroffene Region oder Branche zu lindern, wie zum Beispiel im Bergbau oder der Landwirtschaft. Subventionen müssen vom Prinzip her nicht zurückgezahlt werden – es sei denn, die Subventionsempfänger verstoßen gegen bestimmte Auflagen.

Übernahme, feindliche

Ein Unternehmen übernimmt ein anderes, meist durch den Kauf der Aktienmehrheit. Dafür macht das Unternehmen den Aktionären ein entsprechendes Angebot, denn die Mehrheit der Aktionäre muss einer Übernahme bei einer Hauptversammlung zustimmen. Erfolgt eine Übernahme gegen den Willen des Managements des betreffenden Unternehmens, spricht man von einer feindlichen Übernahme. In einer der größten feindlichen Übernahmen hat der britische Vodafone-Konzern im Jahr 2000 Mannesmann geschluckt.

Washington Consensus

Ein Paket wirtschaftspolitischer Maßnahmen, die Regierungen zur Förderung von wirtschaftlicher Stabilität und Wachstum durchführen sollten. Dazu zählen unter anderem die Förderung der Exportwirtschaft, die Privatisierung von öffentlichen Betrieben und der Abbau von staatlichen Subventionen. Dieses Konzept wird von IWF und Weltbank propagiert und gefördert.

Weltbank

Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Ursprünglich gegründet für den Wiederaufbau von Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Schon bald nach der Gründung kümmerte sich die Weltbank um die ehemaligen Kolonien.

Zertifikate

Wertpapiere in der Rechtsform einer Schuldverschreibung beziehungsweise Anleihe. Ein Zertifikat steht für die Zweitverbriefung eines Basiswertes oder -papiers, es handelt sich damit um ein Derivat oder »strukturiertes Finanzprodukt«. 1989 wurde erstmals von einer Bank ein Zertifikat emittiert und an der Börse gehandelt. Zertifikate werden im Gegensatz zu Fonds vorwiegend direkt an Endkunden verkauft.

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