Große Banken wollen doch Staatsgeld

Nach Aussagen von Finanzminister Peer Steinbrück scheinen sich die privaten deutschen Großbanken nun doch herab zu lassen, staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen.

Der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland verriet der Minister, darunter seien auch Banken, die sich zuvor öffentlich anders geäußert hätten. Von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann etwa war zu hören, er würde sich schämen, Steuergeld anzunehmen. Generell hatten sich die deutschen Großbanken fast zwei Wochen lang geziert, etwas von den 480 Milliarden Euro aus dem Bankenrettungsfonds der Regierung zu beantragen. Denn Kapitalzufuhr aus dem „Sonderfonds für Finanzmarktstabilität“ soll mit staatlichen Auflagen verbunden werden zum Beispiel beim Gehalt für die Manager und bei der Dividendenausschüttung an die Aktionäre. Wenn nun ein Umdenken einsetzt bei Banken wie Deutscher, Dresdner, Commerzbank, Postbank, dann könnte das wiederum weniger mit Einsicht als vielmehr mit internationalem Druck zu tun haben: Die Regierungen in Großbritannien und den USA verlangen derzeit von ihren Banken, dass sie laufende Kreditgeschäfte mit wenigstens acht bis neun Prozent Eigenkapital absichern können. Wer drunter liegt, wird einfach gezwungen, staatliche Beteiligungen anzunehmen. Lediglich die Deutsche Bank wäre nach diesen Regeln nicht genötigt, staatliche Hilfe samt staatlichem Einfluss zu akzeptieren. Alle anderen wären von Geschäften im anglo-amerikanischen Raum womöglich ausgeschlossen.


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