Die nächste Krise im Kommen

Die Hypothekenkrise in den USA ist noch keineswegs ausgestanden, da droht bereits eine andere: die Kreditkartenkrise. Denn im Schnitt hat jeder US-Haushalt 10.000 Dollar Schulden auf Kreditkarten.

Jahrelang haben die Kartenfirmen hohe Schulden akzeptiert, sogar dazu ermuntert, indem sie dem Kunden erlaubten, die Tilgung von Monat zu Monat weiterzuschieben, solange er einen kleinen Teil der Rechnung bezahlt. In Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs schien das Leben auf Pump ohne großes Risiko, zumal der Wert von Eigenheimen stetig stieg. Die dienten vielen US-Bürgern als Sicherheit für ihre Kredite. Doch da sich im Zuge der Hypothekenkrise die Häuser nicht mehr verteuern, sondern im Gegenteil massenhaft zum Verkauf stehen, platzen immer mehr dieser vermeintlichen Kreditabsicherungen. Als Folge drängen Kreditkartenfirmen auf rasche Tilgung der Schulden - zum Teil wohl vergeblich angesichts steigender Arbeitslosenzahlen. Derzeit haben US-Bürger rund 1000 Milliarden Dollar an Kreditkartenschulden. Hausbesitzer stehen für ihre Immobilien mit dem Zehnfachen in der Kreide.


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